Ich lasse mich nicht erziehen, nicht einmal von mir selbst. Deshalb ist es schwer, ich zu sein, und zugleich auch so leicht. Deshalb zum Beispiel denke ich über Eigentliches nach oder über mein Wesen. Ich muß das tun. Ich wurde und werde bearbeitet, soll dieses tun und jenes lassen. Ich spüre stark die Wünsche und möchte ihnen genügen, zuweilen. Dann kreuzt etwas und schreddert die hübschen oder auch nur passablen Vorstellungen von einer glatten Zukunft, in der ich alles besser gemacht haben werde. Wenig später verstehe ich bereits wieder: das ist Hochverrat. Erst im Rückblick ergibt sich der Weg, ich weiß es doch längst. Warum nur werde ich immer wieder schwach. Das ist nicht einmal eine Frage. Nur eine Geste, eine Gewohnheit, ein Winken.
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