Als sei ein Tag vertan

Aufgestanden, den Tag begonnen. Etwas gelesen, Ludwig Hohls Notizen. Ins Tagebuch geschrieben, daß wir am Grab von Max Stirner standen, auch über die Krokusse auf dem Friedhof. Koffeinfreien Milchkaffee gekostet, ohne Ergebnis. Nicht nach draußen gegangen, des kühlen Windes wegen. Nichts bewegt, nichts geschaffen. Solche Tage sind die wichtigsten, denke ich jetzt, kurz nach Mitternacht. Denn in ihnen legen sich die Gedanken und kommen zur Ruh.


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