Damals, als die mechanischen Wecker morgens rasselten und vibrierten; damals, als niemand ein Telephon mit sich herumtrug; damals, als wir nicht erreichbar waren die meiste Zeit des Tages; damals, als wir uns Briefe schrieben oder Postkarten; damals, als wir Zeitung lasen und Zeitschriften abonnierten. Damals, als es drei Fernsehprogramme gab, dazu Fernsehen der DDR; damals, als die Lieblingslieder im Radio liefen und ich sie auf Kassette aufnahm; damals, als ich auf dem Land wohnte und mit dem Bus zur Schule in die Kreisstadt fuhr; damals, als ich glaubte, wir Jüngeren würden es besser machen als die korrumpierten Etablierten; damals, als ich fürchtete, bald würde kein Baum mehr stehen und kein Fisch mehr schwimmen außer im Anglerbecken; damals, als sie ein Atomkraftwerk an die Weser plazierten und wir die Kühltürme in Grohnde vom Friedhof aus, auf dem unsere Toten lagen, sahen. (Sie stehen dort noch, riesige Eierbecher aus Stahlbeton.) Damals, als ich stundenlang telephonieren konnte, weil ich verliebt war, aber mein Vater hereinkam und auf die Uhr zeigte (Ferngespräch); damals, als ich stundenlang durch den Schnee watete auf dem Weg zu ihr in ein anderes Dorf.
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Damals, als es nur ein Fernsehprogramm gab; damals, als das zweite hinzu kam; damals, als es hieß, jetzt weiß man überhupt nicht mehr, was an anschauen soll …