Die Uhr zeigt 1 Uhr 41. Zeigte sie das nicht bereits vor einer Stunde? Nun ist es 1:42 Uhr, sie funktioniert demnach wieder. Ach, diese Uhren, all die 1 Uhr 41 in meinem Leben, wo war ich da bloß. Meistens noch nicht zu Bett, es sei denn als Kind. Da schlief ich wohl und träumte schlecht. Ich kann mich an keinen Kindertraum erinnern, der nicht ein Alptraum war. Dennoch ist irgendwas aus mir geworden, ich weiß nur nicht was. 1 Uhr 46. Ich bin jemand, der nicht oft auf die Uhr schaut. Die Alpträume sind selten geworden, ich knirsche nicht mit den Zähnen. Etwas muß sich verbessert haben, wenngleich es sich derzeit nicht so anfühlt. Vorhin, als es noch gestern war, probierte ich einen Gedanken aus. Er besagte etwa Folgendes: daß wir im Verlust leben, aber nicht wissen, was uns fehlt. Uns wäre etwas genommen worden, wir spürten es genau, wüßten aber nicht zu sagen, was es ist oder war. Es hätte mit unserem Zusammenhang und Zusammenhalt zu tun. Deshalb wären wir nicht nur traurig, sondern sterbensmüde jeden Tag. Als sei etwas zerrissen – ein Band, ein Film, ein Sinn, ein Winken mit dem Tuch.
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