Fliederlieder

Seltsam, sich seltsam agieren zu sehen. Plötzlich ortlos, ruhelos, wie aufgestöbert. Das macht der Wind, das macht der Gott der Liebe und der Sehnsucht und des Wissens. Kein Platz ist Platz genug für ein Bleiben. Wenig Gewißheit, nur loses Ahnen. Tiefes Ein- und langsames Ausatmen. Der Wind zieht aus und ein. Wäre ich eine Schlange, läge ich auf der Lauer. Als bloßer Mensch verrichte ich meine Schritte und spiele mit schönen Gedanken. Die Buchstaben werfe ich aufs Parkett und warte auf Wörter. Andere sterben im Mai.


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