Gegenüber saß eine Frau, und ich dachte: Das ist doch ein Gesicht. Das Gesicht wandte sich mir zu, und ich wußte, daß mir schwindlig würde. Also blickte ich ins Buch, das ich eilig aus der Tasche zog. Die Zeilen gaben mir Halt. Immer schön von oben nach unten und von links nach rechts. (Paul Nizan über Aden und die Rückkehr nach Frankreich.) Die Frau trug schwarz und setzte eine Sonnenbrille auf mit minzgrün getönten Gläsern. Sie mochte meines Alters sein, trug fein geflochtene Sandalen, und ein Schmerz lag um ihren Mund. Dieses Wildfremde in der großen Stadt, die weit genug ist, daß sich niemand jemals wiedersehen muß. Ja, ich stieg aus. Sie blieb sitzen. So ist das. Ich weiß gar nicht mehr, was Schicksal ist. Ich sollte davon etwas mehr verstehen. Wer kann zu wem finden und über welchen Umweg. Ich bin dauernd verwirrt dieser Tage, und dann wieder sticht eine Klarheit durch, als sei das Einfachste das Richtige.
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