Wohin das soll

Ich habe weiter unten etwas schroff über die religiösen Mythen und die mythologischen Systeme geschrieben. Es ist gut und richtig, sie zu kennen und studiert zu haben. Vernünftig in einem guten Sinne wäre es jedoch, sie transzendieren zu lernen. Über die einzelnen Mythen wird auf ein Höheres und Überlegenes gezielt, das dann den Ort und die Zeit und auch die Menschen, die an sie gebunden sind, übersteigt und verläßt – also die zeiträumlichen Bedingungen nicht nachträglich aufhebt, sondern sie als historisch gegeben annimmt und von dort in kühnem Sprung abstrahiert und generalisiert. Ohne solche Sprünge ins Verallgemeinerbare gäbe es keine Weltreligionen, wie problematisch dieser Begriff auch sein mag. Wir nehmen Welt als Erde und als Universum wahr, auch wenn wir die Relativierungen verstanden haben. Wer die Ungläubigen sein sollen, fragen wir uns allerdings, da wir Gott als Qualität erkannt haben und ebenfalls das Gute wollen, wenn auch vielleicht in anderen Worten und durch andere Taten. Oder machen die Mythologien doch den Unterschied aus, sollen sie das noch einmal tun, nach all dem, was wir wissen und fürchten?


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