Was macht man mit einem alten verdienten Schuh, ausgelatscht vielleicht, jedoch zu schade für die Mülltonne, mit schönen Sorgenfalten im Oberleder, ein Zeuge des Streunens und Wanderns, der Wege durch Stadt und über Land, ein guter Gefährte, zuverlässig und haltbar, nur daß in der Sohle nun ein Riß klafft, so daß eine Reparatur nicht mehr lohnt? Man stellt ihn hinaus ins Freie und übergibt ihn der Witterung: dem Regen, dem Schnee, dem Tau, der Sonne, den Temperaturen zur Nacht und am Tag, man stellt ihn ins Blumenbeet und wartet, was ihm dort widerfährt. Das Moos wird sich interessiert zeigen, ein Schimmelpilz, eine zarte Flechte. Mir ist, als begänne ein Abenteuer.
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