Lästiges

Meist ist mir unwohl, wenn in der Natur herumgeblödelt wird. Ein Sturm zieht auf und jemand macht Witze. Witze sind gut, doch vor der Gewalt des Sturms sind wir der Witz. Wanderer durchschreiten einen uralten Wald, der an eine Kathedrale denken läßt, und einer rechnet vor, wieviel Geld sich machen ließe, fällte man all die Baumriesen. Ein Student der Forstwirtschaft. Gleich darauf wird er erläutern, daß das natürlich nicht geht, da ja wichtige Prinzipien usw. Er wird nicht von einem umstürzenden Altbaum erschlagen werden, die Wanderung geht unbeschadet weiter. Nachts am Lagerfeuer, wir sitzen auf Stämmen und sehen in die Flammen. Jeder ist in Gedanken dort, wohin die Gedanken ziehen. Es wird leise gesprochen und wenig. Schon streiten zwei, wer am kommenden Morgen vom Fluß das Wasser holt und den Kaffee bereitet. („Was immer da draußen ist, es läßt uns in Ruhe. Wir sind laut, wir haben das Feuer“, versichert der Jungoptimist Harry seiner psychisch labilen Freundin Ruth in Das Andere, einem US-Psycho-Horror-Alien-Film aus dem letzten Jahr.)


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