Stille und Bewegung

Spät abends nach Hause kommen. Das Öffnen der Wohnungstür, das Geräusch, wenn sie ins Schloß fällt. Das Abstellen der Tasche, das Entzünden des Lichts, das Schweigen der standhaften Gegenstände, die nicht auf mich gewartet haben, nur sinnlos würden, käme ich nicht mehr herein, um sie zu sehen und zu gebrauchen. Um zu hören, was sie sich gegenseitig zu verstehen geben, bin ich nicht Rilke genug. Ich halte manches für möglich, anderes schließe ich, fast schon selbstherrlich, aus. Ich bin froh, daß kein Haustier mich empfängt: Katze oder Meerschweinchen, Wellensittich oder Kaninchen. Das Vorwurfsvolle ihres Seins täte mir weh. Sie hätten recht, das wäre das Schlimmste. Die Spinnen sind in Ordnung, denn sie haben stets zu tun. Ihr Weben ist mir vorbildhaft, denn sie verbinden die abgelegenen Stellen mit der Mitte und untereinander. Es entstehen Wege und Querverbindungen. Die eigentliche Funktion ihres Netzes fällt nicht in mein Ressort.


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