Einbruch der Nacht. Draußen im Dunkel der unermüdliche Wind. Da sich viele aufregen, habe ich Lust, mich abzuregen. Aus der Politik ist nichts zu gewinnen, die Parteileute sind mir schnuppe. Vielleicht möchte ich sie genauso trösten, wie ich die Leute auf den Straßen und in den Zügen trösten möchte. Sie in den Arm nehmen und sagen: Ist ja gut. Wer möchte denn nicht verstanden, wer möchte denn nicht erwählt werden. Die Markise flattert, der Wind ist ein Witzbold, der über fürchterliche Kraft gebietet. Die verfeindeten Lager schreien aufeinander ein und haben recht. Gemeinsam ergeben sie das Ganze eines Bildes der Zeit und des Ortes. Ohne einander wären sie nicht. Die Regierung produziert das, was sie bekämpft. Sie ruft den einen Teil der Bevölkerung auf die Straße, weil sie dem anderen nicht traut. Das bleibt nicht unkommentiert. Einigen wird es unheimlich in Deutschland. Vielleicht ist das der Punkt: dieses Unheimliche, dieses Versteckte oder Verschwiegene. Wäre dieses Land eine Person, riete man zur Therapie.
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