Wortnot

Wenn ich nicht mehr weiter weiß, lege ich ein Lied auf. Ich kann das Schweigen mögen, doch ich spüre schnell, wenn es lastet. Schön ist das Schweigen aus Erschöpfung. Schön auch das Schweigen, wenn andere derart viel reden, daß es erstaunlich ist. Schön ist das Schweigen an heiligen Orten. Schön ist das Schweigen im schlummernden Bett. Schlimm ist das erzwungene Schweigen als Kind, schlimm das erzwungene Schweigen als Erwachsener. Schweigen gelingt gut, wenn zwei Menschen einhellig sind. Sie spüren das. Die Worte dürften auch aufliegen, aber sie müssen nicht.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Wortnot

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert