Allerdings ist man nach vorn meistens blind. Der Blick übersieht die Strecke bis zur nächsten Straßenecke oder Kuppe. Was danach kommen mag, wird zusammengerechnet und extrapoliert. Zudem sollen wir Ergebnisse erzielen via Analogieschluß. Politischerseits ist Skepsis in alle nur denkbaren Richtungen angezeigt – das ist mein Verfahren. Ich gebe keinen Vertrauensvorschuß – niemandem. Politik ist ein rauhes Land, eine glitschige Arena, ein Schleudergang der Meinungen und Karrieren. Ich betrachte das Angerichtete und das Vorgesetzte und frage mich, woher es kommt (Küche und Service). Vor allem frage ich, wohin es soll (Richtung, Ziel, Vison). Wohin soll das führen, was soeben von diesen empfohlen und jenen bekämpft wird? Wem nutzt, wem schadet es? Was steckt hinter den wohlklingenden Parolen? Wohin fließt das Geld – wessen Geld? Wer verdient an dieser, wer an jener Politik? Was wollen mich die Sprecher ihrer Überzeugungen glauben machen, welche Verhaltensänderung möchten sie anstoßen? Was erwarten sie von mir? Sodann forsche ich, was diejenigen, die ich vernehme, bisher getan und geleistet haben. Endlich beginnt die Recherche der verfügbaren Meinungen und Berichte, eine gute Übung in Medienkompetenz. Hier ist mir nicht alles, aber vieles recht. Ich möchte einen großen Fächer geboten bekommen, lese die Positionen und vergleiche ihre Plausibilität. Blasen viele Etablierte in eine Richtung, werde ich neugierig. Die Motivationsforschung gibt Antworten.
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