Indem man es nicht tut

Mir ist, als sei ein Schweigen im Land. Kaum jemand sagt was, man hält still. Ausharren im Status quo, abwarten, Tee trinken, oder Faßbrause. Es rumort draußen, außerhalb von Berlin, jenseits des nächsten Höhenzugs oder der nächsten Flußniederung. Die stille Nacht sagt das. Sie sagt auch, daß etwas geschehen wird, das die Verhältnisse quert und verkehrt. Es muß nichts Übles sein. Natürlich sind das Stimmen in meinem Kopf, doch woher kommen sie? Was vermag ich schon zu verstehen, beurteile ich abfällig diesen nächtlich angemaßten Wächterdienst. Ich weiß aber, daß viele sich Gedanken machen, wie es gut weitergehen kann. Seit vorgestern denke ich darüber nach, was es zu bedeuten hat, wenn alle, die streiten, recht haben. Wie kommt man da heraus, wie wendet man das Blatt? Als stünde auf der Rückseite die Lösung geschrieben. Aus dem Kühlschrank lacht mir jemand zu.


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