Goliath ist gut 2

Die L.A.-Städterin schlägt sich wacker dort draußen in der von Dürre gezeichneten Obstanbau- und Bewässerungslandschaft und lenkt ihren Mini-Cooper halbwegs sicher über den heißen und brüchigen Asphalt der schnurgeraden Verbindungsstraße. Da kreuzt eine Schildkröte ihre Bahn. Die Schildkröte arbeitet sich mühsam und Schritt für Schritt, doch immerhin gepanzert, von einer Seite des Straßenbanketts zur anderen. Das dauert ein wenig. Die Frau im Wagen mit der modischen Sonnenbrille kann bremsen, muß ausweichen und landet am Straßenrand. Ein Reifen ist aufgeschlitzt, die Fahrt endet hier einstweilen. Das war nicht eingeplant. Sicher hat sie Empfang, sicher kann sie Hilfe herbeirufen. Schon kommt ein Motorrad herbeigerauscht. Die Motorradfahrerin steigt ab, ergreift den Körper der Schildkröte, trägt ihn hinüber an den Straßenrand. Das war es. Deshalb hat sie angehalten. Kurz darauf ist sie wieder fort, hat nicht einmal ihren Helm abgenommen.


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