Montag war Schluß

Jemand ist tot. Die Nachricht trifft ein. Wann sahen wir uns zuletzt, wo war das. Lange her. Vieles ist mittlerweile lange her. Ich bin alt genug dafür. Wir sprachen niemals viel, nur das Nötigste. Jetzt ist mir, als sei ich dort, wo wir zuletzt sprachen, zusammenstanden und eine Zigarette rauchten. Ein Gasthof an einer Straße, ein Jubiläumsgeburtstag der Schwiegermutter, meiner Patentante. Das verschmitzte Lächeln eines Mannes, der versteht, aber nicht alles sagt. Angeheiratete verstehen niemals ganz die Familie, in die sie fortan gehören sollen. Ich erkannte einen Schmerz oder eine Hilflosigkeit in seinen Augen und bemerkte die Kunst der Untertreibung beim Sprechen. Hin und wieder kam ein spärlicher Satz über seine Lippen, auch deshalb, weil es sich nicht gehört, gar nicht zu sprechen. Du weißt das, sagte er und lächelte dieses Lächeln.


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