Ich kann keinen Text unter eine Überschrift schreiben. Ob ich es je konnte, fragt sich. Ich kann keine Liebe spüren oder beginnen, wenn darüber Liebe stehen muß. Eine Wanderung besteht aus Schritten und benötigt keine Überschrift. Ich behandle Überschriften respektlos, sie fliegen umstandslos ein und werden installiert. Wer sich was dabei denken möchte, ist nicht gehindert. Hier entsteht ein Text, der sein Ziel noch sucht. Tastend geht es voran. Das Thema ist verdächtig, es schmeckt bitter und riecht nach verbranntem Fleisch. Ich umkreise meine politischen Depressionen. Mag sein, dies wird ein längerer Text. So kann man verfolgen, wie er zunimmt und wächst. Stürzt er ein oder wird jäh unterbrochen, ist das Teil des Plans oder der Idee eines Plans. Man kann das einen Vorwurf nennen: einen Vorwurf nicht als Anklage oder Vorhaltung, sondern als thematische oder stoffliche Vorlage eines Kunstwerks. Der Wurf nach vorn geht ins Ungewisse, voll der Hoffnung und des Bangens.
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