Im friedlichen (täusch dich nicht) Zehlendorf strebt ein Mann mittleren Alters Richtung S-Bahnstation, macht plötzlich einen Ausfallschritt nach rechts und tritt mit voller Wucht auf ein angekettetes Fahrrad, zielt genau auf den Rahmen und trifft zwischen Tretlager und Sattel. Es gibt ein Geräusch dazu, und der erzürnte Mann läßt sich vernehmen mit: „Blödes Arschloch.“ Großschrittig geht er weiter, verschwindet im Tunnel unter den Gleisen, wirkt nicht (ich sehe ihm nach), als sei die Wut mit diesem Tritt bereits abgeleitet. Vielleicht findet er noch einen unschuldigen Papierkorb (Blecheimer) oder einen armen Kaugummi-Automaten, der seine destruktive Energie aufnehmen kann. (Das Wort Gegenstand beschäftigt mich seit Wochen.) Es kam plötzlich, doch an seinen Schritten hätte ich vorzeitig erkennen können, daß gleich etwas geschieht. Auch an seinem Blick – der ging starr geradeaus und glühte vor Haß.
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