Nie mehr landen

Die Filmmusik macht auf Spannung und türmt auf Erregung. Da ich ein Kind des guten Trotzes bin, schalte ich um auf Entspannung und schaue analytisch. Mit ein wenig läßt sich viel erreichen, das beweist mir der Film. Ich nehme das als Lehre fürs Leben und schalte meine Gänge fortan selbst. Ich liebe Geschwindigkeit, ich liebe Stillstand. Ich mag es, wenn ein Flugzeug die Turbinen hochjagt und deren gesamte Kraft auf den Startvorgang richtet. Der schwere Vogel soll in die Lüfte. Langsam rollen wir an, beschleunigen in einem Affenzahn und reißen endlich die Ruder um. Schon schweben wir los, steilan Richtung Wolken, Himmelsblau, Endlosigkeit. Der Schub drückt einen in den Sitz. Siehst du, das ist technische Macht, die auf Geist beruht.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Nie mehr landen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert