Nachdem es meistenteils schwer und schleppend gegangen war, schien es nun an der Zeit zu sein, daß die Dinge in Bewegung gerieten und von leichterer Hand zu erledigen seien. Vielleicht war man selbst ein Stausee, dessen Wasser wie nach einer Sprengung entlastet zu Tal schießen könnten, dabei manches noch mitnehmend, Gegenständliches und Lebendiges, allerdings nicht aus böser Wut, sondern der Stauung geschuldet, die eine Energie auftürmen half, die zu groß war, um anschließend, nach dem Sturzfall, reguliert werden zu können. Das Tun soll sich dem Können anheften, sonst geraten die Geschäfte des Handelns und sogar die Dinge selbst in Verruf. Immerhin war da etwas aufzustauen. Da war ein Fluß, da war kein Rinnsal. Es gibt Flüsse, die müssen schnell zu Tal. Andere benötigen Zeit und schlängeln sich durch Auen und tiefe Wiesengründe, plätschernd und verlockend. In ihnen stehen die Forellen wie im Blutbachtal. Würde mir zu dieser Stunde jemand sagen, alles wird gut, würde ich es ohne weiteres glauben.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.