Nein, wir stechen nicht

Als ich an die Putzbürste für die Toilette griff, spürte ich sofort den Schmerz. Zwei Stiche verpaßte mir die Wespe, die dort gesessen und ausgeruht haben mußte. Das Fenster stand offen, es war ein warmer Tag im September 2007. Die Einstichstellen befanden sich an der rechten Hand, an Mittel- und Ringfinger. Als Kind noch hatte ich allergisch reagiert, insofern war ich gewarnt. Ich erinnerte mich der Zwiebel und umwickelte die Einstichstellen. Der Schmerz hielt für einige Zeit an, dann war die Sache erledigt. Ich empfand den Vorfall nicht als Bagatelle, denn ich hatte mich kurz zuvor verliebt. Da ich niemals zuvor in eine Wespe gefaßt hatte, erschien mir das augenblicklich unerklärlich bedeutsam zu sein. Da stach etwas Unverstandenes zu. Ich nahm das als Ermutigung und könnte der damaligen Liebe nach Wespenart grüßen.


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