Horizontale Meditation

Weihnachten geht zuende. Kein Weihnachten gleicht dem anderen, kein Tag dem anderen. Draußen tropft es, Nacht nun schon, von den Ästen. Nachmittags sah ich Leute auf dem endlos öden Flugfeld, die trugen in der Hand einen Regenschirm. Allerdings regnte es nicht, vielmehr war die Regenwolke dasjenige, durch das wir schritten. Es gab keine Fernsicht, nur schemenhaft Lichter auf wichtigen Gebäuden. Wie auch die Tage zuvor dachte ich wenig, hielt mich fest an Beobachtungen einzelner Dinge. Wie zur Zeit der Ausgrenzung lief ich herum und meditierte. Dies ist eine Mülltonne, in die keine heiße Asche geschüttet werden soll. Es wunderte mich nicht, wenn jemand aus einer solchen Rolltonne spränge und mich anginge wie ein Gespenst. Kannst du mir nicht Leben verleihen, ich bin doch fast tot.


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