Wenn wir schon fühlen

Daß man verliebt ist, zeigt sich durch offenkundigen Intelligenzverlust. Man beginnt seltsam unzusammenhängend zu sprechen, der (vorgeblich) eigenen Worte sich zu schämen und deplaziert zu fühlen. Die Sinne geben widerstreitende Befehle: nichts wie weg und unbedingt bleiben. Daraus wird sonstwas. Man eiert sich durch. Von Souveranität keine Spur. Aufatmen, wenn sie gegangen ist. Fluchen und bereuen, wenn man selbst es war, der ging. In solchen Situationen ist nichts richtig oder falsch zu machen. Man steht sie durch und weiß, daß die Sache nicht vom Tisch ist. Liebe ist Gerufensein, es gibt kein Entkommen. Befangenheit ist Ehrerbietung.


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