Alles ist käuflich, sagt es sich, und weiter sagt es sich aus mit: Die Höhe der Summe gibt den Ausschlag. Auch du bist käuflich, Mann! versprach mir ein zernarbter, Charles Bronson ähnelnder Typ am Tresen einer Bar in Hameln, Weser; da war ich siebzehn oder achtzehn Jahre alt. Demnach alt genug, um die Botschaft zu verstehen. Halt dich nicht für was Besseres, lautete sie. Ich nahm sie mir zu Herzen und mit in die weitere Welt. Als Hinweis, als Warnung, als sonstwas. Zu manchen Teilen hatte ich Glück, zu anderen Teilen wurde mir eingeschenkt. Nun bin ich schon ganz schön lange auf Erden unterwegs, wie ich finde, und noch immer beschäftigen mich solche Themen. Käuflichkeit eines Menschen. Andererseits: Was ist Geld, wenn es nicht mehr alles sein muß? Ich trage die Freiheit im Portemonnaie, sagte Manfred Krug, als er in die Bundesrepublik übersiedelte, von Deutschland-Ost nach -West geriet und die neue Ordnung schnell verstand. Ganz altmodisch, als käme ich von sonstwo, sorge ich mich um die Seele. Ich kriege das hin, ohne kirchlich oder konfessionell gebunden zu sein. Man könnte weltweit darüber sprechen und sich Geschichten erzählen und auch die Wissenschaften befragen. Es kann doch zu etwas gut sein, daß wir Menschheit sagen manchmal.
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