Ein weiterer Sonnentag in der langen Reihe der Tagesschönheiten. Ruf der Landschaft, lockend und klar. Auch wenn es ein wenig frevelhaft sein mag, wünsche ich mir ausgerechnet heute ein Automobil, um motorisiert hinauszubrausen ins weite Land. Wohin ich führe, wäre unwichtig; es würde erst wichtig während der Fahrt. Vermutlich wählte ich eine Richtung, in die ich noch niemals fuhr. Ich miede die Autobahnen und bevorzugte die Landstraßen, insbesondere die schmalen, die durch Wälder zu Ortschaften führen, in denen die Märchen ersonnen wurden in langen Winternächten. Daß auf den Dächern statt Wetterhähnen die Satellitenschüsseln sitzen, störte mich kaum. So läßt man sich neuere Geschichten erzählen. Statt dem Lockruf zu folgen, muß ich zur Arbeit fahren, und da die Verkehrsbetriebe streiken, dauert es länger, bis ich dort bin. Das ist nicht schlimm, ich habe ein Buch dabei.
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