Man kann an den Zufall glauben wie an einen Gott. Umgekehrt funktioniert das nicht. Wer bei Gott an Gotteskrieger denken muß, weiß die Potenzen einzuschätzen. Dasjenige, was nicht gewußt werden, übertrifft bei weitem jenes, das einstweilen als gesichert gelten kann. An dieser Stelle vertun sich die Freunde der Wissenschaften, zu denen ich mich auch zähle, nur daß ich mich nicht vertun möchte. Ein verquerer Ehrgeiz, ich weiß schon. Ich habe ihn entwickelt, um mir einen Weg aus der sogenannten und gut benannten kognitiven Dissonanz zu öffnen. Mich interessieren die Irrtümer unserer Zeit mehr als ihre Gewißheiten, schlimmer noch: ich erkenne in den Gewißheiten von heute die Irrtümer von morgen. Sie wirken matt und leuchten fahl. Stellt jemand den Strom ab, sind sie futsch.
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