Außerhalb des Innerhalb

Mag sein, daß man beim Mannschaftssport einer Mannschaft angehören möchte oder muß, dann alles zu tun bereit ist, um ihr zum Sieg zu verhelfen. Doch im politischen Wettkampf?

Sicherlich ist er härter und grausamer als der sportliche. Andererseits – die Unerbittlichkeit kann sich ähneln. Nur daß es beim Sport nicht um Leben und Tod geht. Doch es gab bereits Fußballkriege.

Es lockt zu Vergleichen, wenn in Berlin die Schlachtenbummler der Meinung sind, die Stadt hätte Platz nur für eine Mannschaft: entweder Union oder Hertha. Sie verwechseln die Stadt mit ihrem Herzen.

In den umkämpften Gebieten der derzeitigen Kriege soll auch nur eines seinen Platz haben – das andere möge hinfort gehen, bekämpft werden und vernichtet sein. Derart denkt und fühlt es sich entlang und beidseits der Linie.

Widerwillig lese ich die schnaubenden Einlassungen und hämischen Kommentare der Entschiedenen. Schlimm können die Parteigänger sein. Der Haß ist ein Selbstvernichtungsvorhaben, freigeschaltet durch Nichtverstehen.

An die Verantwortlichen des Verantwortbaren: Treibt nicht die Menschen gegeneinander, mäßigt die Interessen, verzichtet auf den Endsieg. Den gibt es nicht. Es existiert keine Glorie solchen Zuschnitts.


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