Daß es gut ist

Daß es gut ist, wie es ist. Jedoch nicht in einem vordergründig sachlich-moralischen oder gebunden religiösen Sinn, sondern größer. In einem unmanipulierten Sinn, an den die Lebendigen kraft ihres Geistes selten reichen.

Man versteht den Anfang einer Geschichte erst, wenn man ihr Ende kennt. Niemand kennt das Ende des individuellen Lebens außer jenen, die offenbar nicht mehr reden.

Mit sogenannter Esoterik ist diesbezüglich nichts zu holen, wenngleich der Glaube Berge zu versetzen meint.

Daß es gut ist, wie es ist – was kann das sinnvoll bedeuten? Es bedeutet, daß die lebendigen Kräfte sich in ein Verhältnis setzen. Es bedeutet: Von nichts kommt nichts. Es bedeutet: Die Verhältnisse sind das Ergebnis dessen, was geschehen ist. Was ist denn geschehen? Nun, wir haben es doch erlebt. Das Ergebnis mag nicht „gut“ sein – vordergründig moralisch oder religiös. Doch es ist zuverlässig vorhanden, in solchem Sinne sogar objektiv, und steht dem erkennenden Verstehen zu.

Selbst wenn die Dinge oder Verhältnisse „nicht in Ordnung sind“, befinden sie sich in der Ordnung des Ganzen. Sie unterliegen den großen Gesetzen. Die kleineren Gesetze sind solche der Menschen.


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