In einer Welt ohne Transzendenz kann Kunst nicht mehr sein. Sie wäre bestenfalls Unterhaltung und sorgte für Kurzweil gegen die Langweil. Doch die Langweil trüge den Sieg davon, weshalb mit Sensationen zu reagieren wäre und weiteren nach oben skalierten sogenannten Spektakeln. In solcher Zeit dürfen wir leben. Vor nahezu zwei Jahrzehnten, als wir planten, ein gedrucktes Lebens- und Kunstmagazin herauszugeben, das den Namen PALLAS trüge, wußten wir genau, daß die Unterhaltungsbranche am Ende war. Jedenfalls für uns, wir waren zu dritt. Man müßte sehr anders an den Start gehen, um den Themen des Lebens gewachsen zu sein. Wir starteten Pallas nicht, ließen sie liegen, gingen eigener Wege. Kein Makel, heißt es günstigenfalls im I Ging. Die nicht verwirklichten Projekte sind die besten. Jeder weiß es.
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