Gesellschaftlich

Du siehst phantastisch aus! bemerkt die Gastgeberin zur Begrüßung des ungebetenen Gastes. An der Haustür ist sie sichtlich überrascht, die ehemalige Freundin zu erblicken und spielt schnell und gekonnt über die Irritation hinweg. Komm doch herein, sagt sie und macht den Weg ins Innere frei. Danke, sagt die Freundin aus früherer Zeit und tritt ein. Im Haus sind die Freundinnen versammelt, sie kichern und tuscheln wie damals, als sie Schülerinnen waren. Längst sind sie Positionäre, Standartenträgerinnen, Größen der Gesellschaft. Der erstaunte Blick gilt der Neuen, die aus ihren Reihen stammt und sich verirrt zu haben scheint. Was will sie hier, die Party ist doch gut. Ohne sie bliebe die Party gut. Mit ihr wird sich was ändern. Warum wird sie eingelassen? Herrgott, kann denn nun jeder hier herein nur wegen früher!


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