Leben heißt lernen. Kein Tag, an dem wir es nicht tun. Es ist nicht möglich, nicht zu lernen. Lernen forcieren zu wollen ist Sache der Leistungsbeauftragten. Bis zur Einschulung lief es ganz gut mit dem Lernen, danach nicht mehr. Was ist geschehen? Da kamen die anderen, da war man woanders, da wurde verglichen. Dreißig kleine Schulkinder in einer sogenannten Klasse in fremder Umgebung, vorne eine unbekannte Person, die fortan würde zu bewerten haben, wie gut es mit dem Lernen funktioniert. Da ist der Bruch, da beginnt für manche ein furchtbares Elend. Es gibt Erwachsene und sogenannte Senioren, die sind ganz fröhlich und fuchteln aufgeregt mit den Armen wie Nestflüchter, wenn man sie mit „lebenslangem Lernen“ füttert. Andere zucken zusammen wie unter Stromschlägen, kommt ihnen jemand mit „Gehirnjogging“ oder „Beziehungsarbeit“. Die Reaktionen sind Erfahrungen des Körpers.
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