Unzählbar die Sterne hoch oben

Ich kannte mal einen, der wäre gern tief gewesen. Er versuchte es auch, gab sich Mühe. Dann nahm sein Gesicht einen anderen Ausdruck an, er faßte sich ans spärlich behaarte Kinn, zog die Augenbrauen zusammen, sagte dann was. Nichts Schlimmes, nichts Peinliches. Das nicht. Es war etwas Selbstverständliche, etwas Unbestreitbares, etwas Risikoloses. Man konnte nichts dagegen sagen. Gut wurde er, wenn er von seiner verkorksten Liebesbeziehung mit einer Kollegin sprach, die ihn mitten in der Nacht anrief, da sie Lust verspürte und es machen wollte. Das war ihm Befehl, er preschte los. Er war es auch, der Angst um sich verspürte, als er den bestirnten Himmel über sich sah und erkannte, daß er demgegenüber ein Nichts sei. Ich sah das anders.


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