Wir schleppen uns durch

Der Winter hält noch Kälte bereit. Das Frühjahr ist ein langer Kampf. Auch ich bekomme diese Blumen- und Blütenbilder gesandt, und gewiß meinen es jene, die sie senden, gut. Ich habe, da er enden soll, den März verstanden. Er ist Wundschleifen. Januar ist stoisches Durchhalten (Zentimeter für Zentimeter), Februar Renitenz (ohne sinnlich-empirische Basis, also vorwiegend geistiger Natur). Im März geht es ans tatsächliche Beginnen – vorsichtig, gewagt. Daß der zögernde März im Monat, der ihm folgt, ein Durch-die-Wand-Wollen provoziert, kann nicht wundern. Da wird aus Ungeduld der Hammer ausgepackt. Ein Lob auch solcher Aktivität! Wer zwanzigmal gegen die eine Wand läuft und selbst dadurch nicht aufzuhalten ist, daß er nach jedem Versuch immer noch mehr blutet, stürmt in der Optimismus-Klasse. Noch ist März, noch ist Winter. Ich warte auf Schneegestöber Anfang April. Dann setze ich mich aufs Pflaster und esse Schneeflocken.


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