Tage zählen

Jetzt schreibe ich schon über Fußball, es scheint mir gut zu gehen. Allmählich entlassen aus der Frühjahrswiedergeburtsquälerei. So also fühlt es sich an, frei zu sein. Mir ist, als ließe sich wieder denken und phantasieren, ohne tags darauf Schläge zu beziehen oder erneut eingesperrt zu werden. Daß ich im frühen Frühjahr schlappmache, hängt damit zusammen, daß ich den Winter überstanden habe. Dann ist nichts mehr übrig; es deprimiert mich die bloße Hoffnung. Nachher zähle ich mal die E-Scooter auf dem Fußweg zur Untergrundbahnstation. Letztens waren es siebzehn, dann einundzwanzig. Heute werden es dreizehn sein. Gestern (da war es auch schon gut) wußte ich noch, was ich zur sogenannten Weltpolitik schreiben könnte.


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