Nebenbei sehe ich Filme und weiß genau, daß sie mich nicht interessieren. Sie sind ein Zeitvertreib. Als wollte ich die Zeit vertreiben. Ich möchte sie auch nicht halten. Aber vertreiben möchte ich sie durchaus nicht. Sie darf anwesend sein und bleiben. Zeit ist immer da. Ich empfinde das als tröstlich. Daß sie einem genommen wird, mag ich nicht zuende verstehen. Daß man Zeit spart, verstehe ich ebenfalls nur mit Mühe. Neulich saß ich mit Eiligen, die Gegenwartsmenschen genug waren, um mir erklären zu wollen, daß es ein Vorteil ist, von Berlin nach München mit der Bahn zu fahren und dabei eine halbe Stunde früher am Ziel anzukommen, und daß es keinerlei Diskussion bedürfe, dafür Landschaften zu zerschneiden und etliche Tunnel durch bergige Hindernisse zu treiben – für eine halbe Stunde Zeitgewinn. Wer gewinnt wessen Zeit? „Ich habe keine Zeit“ heißt doch seit Anbeginn „Ich habe keine Lust.“
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