Stehen, stand, gestanden

Nicht selten (also oft) ist mir, als wollten die Leute, die ich spreche, die Probleme, über die wir zu sprechen scheinen, dadurch loswerden, daß sie eine fixe Meinung dazu präsentieren. Es scheint sie zu entlasten, wenn sie sich, wie das genannt wird, positionieren. Mich würde solches Positionieren in unsicherem Gelände und bei ungefährem Wissensstand belasten. Ich traue mir Positionen nur dann zu, wenn es nötig ist – und zwar aus innerem Impuls. Müßte ich Parolen an Wände sprühen, lautete eine: Laßt die Leute in Ruhe. Übersetzt: Mobilisiert sie nicht, hetzt sie nicht auf. Sollten die Anderen hetzen, macht es ihnen nicht gleich. Ihr würdet sonst ununterscheidbar. Der Ton macht die Musik, nicht die (was denn sonst) gute Absicht.


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