Den jungen Künstlern bringt man bei, wie sie sich auf dem Kunstmarkt plazieren könnten und später vielleicht einmal etablieren (festsetzen). Sie werden angehalten, Produkte zu entwerfen. Man mag solches nicht mehr Kapitalismus nennen, da man zu vornehm geworden ist, Kapitalismuskritik zu äußern. Nun – dann mögen alternative Verstehensoperationen angewendet werden, um eine anpassungswillige und verführte Generation zu beschreiben, die Kunstwerke zu schaffen sich bemüht, die in die Zeit passen. Man müßte vielmehr nicht in sie passen, ihren Anforderungen nicht genügen, notfalls sie parodieren. Ein Ausweg ist stets.
Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.