Da wir unsere Aufgabe kennen, wissen wir, was von uns erwartet wird. Wir betreten ein Geschäft und wünschen einen Guten Tag. Ich gehe auf eine Angestellte des Supermarktes zu, sie räumt Regale ein, und frage: Darf ich Sie kurz stören? Ich gehe davon aus, daß ich darf, denn ich bin Kunde. Dennoch frage ich. Man sagt, der Ton macht die Musik. Es kommt nicht so sehr darauf an, was wir sagen, sondern wie wir es sagen. Sagen wir es schön, hört man es gern, und sei es des Klangs der Worte wegen. Manchmal ist es gut, seine Aufgabe zu kennen und zu wissen, was erwartet wird, um sodann etwas fundamental Anderes zu tun. Das führt zum Eklat oder zu Applaus. Wir sind nicht hier, sofern wir leben, um gefügig zu sein. Daß menschliches Leben derart aufgefaßt wird, liegt an guter oder schlechter Erziehung. Ich kann das nicht klären. Der Augenblick entscheidet alles, hörte ich einst. Ja, in einem Moment kann sich manches ändern. Doch zuvor hat sich über Jahre etwas vorbereitet, daß dich im passenden Augenblick exakt das hat tun lassen. Im Rückblick ergibt sich der Weg, nach vorn sehen wir nichts. – Demnächst schreibe ich hier weiter.
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