Lähmungserscheinungen, Zuckungen des Halbverstehens, Bekundungen drittletzter Hand. Debatten und Delirien. Niemand versteht irgendwas und gewiß nicht irgendwen. Früher zuckte ich zusammen, wenn jemand Modisches, also Schnellvergängliches sagte, parolenhaft und aktiviert, hilflos auch, ein Gutes oder Besseres erstrebend, idealistisch gestimmt ohnehin, hier ist Deutschland, wo man sich auf politische Romantik versteht. Ich zucke nun nicht mehr zusammen, längst nicht mehr. Ich genieße nicht die Verwirrung, ich studiere sie. Wie man einem Insekt zusieht, das sich neugierig der Kerzenflamme nähert, die Hitze spürt und zurückschreckt, sodann jedoch neuerlich dorthin muß, wo es leuchtet und brennt.
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