Ich trage keine Uhr

Bin ich nun müde? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, daß ich frei bin, nämlich fast schon ohne Angst. Das muß vorsichtig formuliert werden, sonst macht es Krach. Den Tag muß man mit anderen teilen, die Nacht hat man allein. Im Schlaf kehrt etwas von der Unschuld zurück. Schlafende sind heilig. Gerät man in die Worte, wird es allgemein. Nicht gemein zu sein wäre ein Wunsch. Ein Wind stöhnt auf. Blätter rascheln. Noch immer ist Sommer. Ich lebe.


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