Zurück in Berlin. Sonne schien, später regnete es bei gehörigem Wind. Dort wie hier tun die Leute, als sei alles normal. Normal ist, daß ein Zug zur gegebenen Zeit heranrollt, die Türen öffnet und nach gewisser Zeit sie wieder schließt und abrollt, einem angegebenen Ziel zu. In solchem Sinne herrscht auf den Strecken des Nahverkehrs Normalität. Dort ist, woher ich heute kam. Eine mittelgroße Stadt, Altstadreste, ein Kanal, eine Kirche, eine bemerkenswerte Stadtgeschichte, ehemalige Neubausiedlungen, nun saniert, von der Ausdehnung eines Truppenübungsgeländes, Straßenschneisen von der Breite, Länge und Unbeirrbarkeit eines Paradezuges angstvoll auftrumpfender Macht. Wir marschieren niemals wieder. Historisierendes Kopfsteinpflaster in der historischen Altstadt, eine Fußgängerzonenstraße mit Blumenkübeln wie für die Satire. Hier ist alles fertig, sagte einst ein Freund angesichts solcher Verhältnisse in einer westdeutschen Stadt namens Cloppenburg – oder war es Quakenbrück. Ist alles fertig, bleibt nichts zu tun, es geht ans Sterben.
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