Die Inszenierung des Außergewöhnlichen in filmischer Darstellung degradiert das gewöhnliche Leben derer, die solcher Aufführung freiwillig und zahlend beiwohnen. Fast schon fühlen sie sich schuldig, derart unspektakulär und belanglos zu leben – in einer „Gesellschaft des Spektakels“. Müßte nicht mehr herauszuholen sein? So wirkt das Gift in die Richtung, in die es ausgesandt wurde. Gerät das eigentliche und tagtägliche Leben zur Bagatelle, findet Entwertung statt. (Auf uns kommt es nicht an. Wer bin ich denn schon?) An lebendigen Helden läßt sich maßnehmen, an falschen rutscht oder prallt man ab wie an Stein Glas Plastik. Die süß-verwöhnten Jahrgänge meiner Zeitgenossenschaft fanden letzter Jahrzehnte nur noch ironisch aus der Klemme. Doch Ironie verbraucht sich. Manchmal lausche ich noch den letzten Ironischen, doch nun sind sie alt.
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