Wir dürfen ja wissen

Die Kunst kann keine falschen Geheimnisse brauchen, ebenso wenig wie das Leben sie benötigt. Künstliche Verdunkelung schadet, selbst wenn die Aufklärungsmetapher als aufdringlich empfunden wird und zu Widerspruch reizen muß. Was geschieht des Nachts? Schlaf, Traum, Liebe, Verbrechen. Ich lausche dem gründlichen Mahlen der Waschmaschine, ihrem programmgetreuen Hin und Her der Drehbewegung hin zum Höhepunkt des Schleuderns und Auswerfens. Noch ist nicht Mitternacht. Ich kenne die Warnungen vor dem Dunklen und der Finsternis, doch ewiger Tag und ewiges Licht würden uns ausblenden. Nicht allein der Mensch, auch anderes Leben benötigt Verstecke. Daß die bösen und angefeindeten Mächte sie für sich nutzen, versteht sich von selbst. Welches aber sind die wirklichen Geheimnisse? Was muß geheimgehalten werden, damit nicht Schabernack getrieben wird oder Schlimmstes geschieht?


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