Feuerversicherung

Wie leicht ich mich entzünden lasse: wie trockenes Stroh, wie Zweige, wie ein Streichholz in einer selten aufgezogenen Schublade einer alten Anrichte, die der Antiquitätenhändler holt, wie der Flügel einer Motte, die nachts noch trudelt und irrt und die Kerzenflamme für etwas, in das es sich zu stürzen lohnt, hält. Mögen die Flammen hoch schlagen, ich brenne mit. Ich bin lichterloh und leicht und steige empor. Wie alles, was Feuer ist oder werden soll, benötige ich Luft. Luft ist Geist, Geist ist Intelligenz plus Witz, getränkt in Tragik. Das ergibt Wissen. Tragik paßt zu Komik. Komik spackelt ein wenig hin und her, besinnt sich endlich und steht mir bei. Ich weiß das. Sie kennt mich, ich mag sie, sie kommt rechtzeitig. Die Motorkundler wissen es doch: das Gemisch muß stimmen, sonst explodiert gar nichts und die Karre steht still. Vorwärts, weiter, fort. Ausruhen nächstens in einer Haltebucht des Seins. Dort tagelang verweilen, noch erschöpft von der Ausflugs- und Abbrennlust der vergangenen und hellen Momente. Fast zu grell. Vertiefen. Das Äußere einlassen und wirken lassen. Es richtet sich an. Eines Tages zu ungewohnter Zeit die Äußerung. Manche zeigen sich verstört, andere lächeln. Zeigefinger an die Hutkrempe oder die Braue führen, grüßend. Es lebt sich, das schöne Leben.


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