Hinter dem Denken die Wünsche / Hommage

Vermutlich gibt es zweierlei Formen der Erkenntnis: die eine ist menschengebunden, erklärt perspektivisch und ethisch; die andere meint, solchen Vorfestlegungen entraten zu können und wagt den Ritt auf dem Tiger. Letztere handelt nicht von Wünschbarkeiten, sondern von einer Welt, wie sie anders ist oder sein könnte … einer Welt, die sich den Moralisierungen und Wertungen entzieht und gegen ihr penetrantes Aufgerufenwerden wehrt. Sie möchte nicht länger auftreten im ewigen Zwist der menschlichen Natur gegen Unbekannt. Des Menschen Rebellion fußt auf einer einzigen Unsicherheit: sich unschlüssig zu sein ob des Status‘ und der Reichweite und Gültigkeit eigener Beobachtung und Erkenntnis, demnach der Geltung des Menschen selbst. Diese Lücke kann mensch nicht schließen.

Die unschuldige Banane würde sagen: Laßt uns in Ruhe, wir waren vor euch einfach nur Bananen, jetzt aber ruft ihr uns auf als Beweisstücke, wir sind aber nur Bananen. Dem westlich-bohrenden Geist aber reichte dies nicht. Die Banane wurde eingegliedert in die Armee des Verstandenen, die anzurücken hatte als Beweiskraft gegen die versprengten Einzelheiten des Unverstandenen, des Feindes schlechthin, der jedoch ein gutes Objekt zukünftigen Begehrens abgab.

Man drang vor und ordnete ein. Die Klassifikationen gehorchten sämtlich den Kriterien derer, die sie aufstellten. Man triumphierte, blieb jedoch unbefriedigt. Ich bin kurz davor, wie Carl Einstein zu reden, der seit langem tot ist. Man gerät in manch schönen Taumel, wenn die sprechenden Toten erscheinen. Sie zu empfangen ist einfach, denn sie kommen über Bücher und Freunde.


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