Westwind treibt den Ball vor mir her, ich folge. Großes leeres Feld. Sonne verglüht zwischen Wolkenbänken. Es ist noch kühl. Der Lederball lag am Flugbahnrand, vergessen. Ich nahm mich seiner an. Junge Männer spielen auf klein abgestecktem Feld Fußball und lachen. Ihre Frauen sitzen in Decken gehüllt wie Indianersquaws im Kreis und sprechen leise. Um uns diese ungeheure Weite aus Gräsern. Eine andere läßt sich von einem Drachen auf ihren Rollerblades ziehen. Sie betreibt diese Tätigkeit gewissenhaft forschend, sieht die Seile hinauf zum Himmel. Folge dem Wind. Heimweg mit ihm im Rücken, dem rollenden Ball nach. In der Hand die Ledertasche, als käme ich aus einer Praxis und sei der Landarzt. Der Ball mir voraus wie ein kleiner weißer Hund. Hin und wieder stupse ich ihn kurz an. Vor den Cafés sitzen wenige. Eine Frau führt ihren richtigen Hund aus. Er folgt seiner Nase, sie folgt ihm. Er liest seine Welt und versteht. Mein Ball interessiert ihn nicht. Abendlicher Einkauf an diesem friedlichen Dienstag. Es wird Erbseneintopf geben für gute Laune und innere Wärme. Könnte man erzählen, was ein Hund erfährt, wenn er sich die Straßen entlangschnüffelt? Hunde können sich nicht verabreden. Da pflegen sie anderen Austausch. Das Wesentliche werden sie voneinander wissen. Geschlecht, Charakter, Alter, Gesundheitszustand, Ernährung, Begleitung, Freund oder Feind, Liebesbereitschaft und Tageslaune. Eine Menge nützliches Zeug jedenfalls. Ich vermute, ich war ganz früher einmal ein Hund. Sie sehen mich manchmal so seltsam an. Der Ball ist nur ein Ball.
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