Hinauf ins Gebirge

Die Salzwüste lag nun hinter uns. Gott, wie wir aussahen. Ausgebleicht, verbrannt und geblendet, die Lippen rissig, die Augen entzündet. Keine Spucke mehr im Mund. Es war, als schlucke man Steine. Unsere Verfolger hatten aufgegeben. Wir warteten eine Weile, doch aus der weißen Glut der Weite kam nichts auf uns zugewankt. Nur das tote Pferd lag dort hinten, klein wie ein Stecknadelkopf, plötzlich wachsend, wieder zerfallend im Flimmer der Luft. Wir mußten weiter. Langsam hinauf in die Berge, wo es Quellwasser gab. Die Pferde taumelten und schlurften wie Betrunkene, wir gingen neben ihnen her, keuchten und schnauften, es ging steil bergauf. Einmal drehte ich mich um und sah hinunter auf den riesigen Teller dort unten, die grausige Wüste. Sehr weit hinten eine Ansammlung von Punkten. Wenig später waren sie ganz verschwunden. Doch sie würden nicht aufgeben. Eines fernen Tages würde mich jemand wecken, der den Lauf einer Flinte zwischen meine Augen richtet. Es käme darauf an, ihn mit einer blitzschnellen Bewegung zu fassen, den eigenen Revolver zu ziehen und zu treffen. Ich malte mir das aus, während die Pferde tranken und die anderen sich mit Wasser bespritzten. Ich bin gern vorbereitet. Überraschungen sollten Freude bereiten.


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