Flache Steine tanzen gut über das Wasser. Wir zählen, wie oft sie die Wasserfläche berühren. Bis zu achtmal, das ist gut, das ist verdammt gut. Der Winkel, mit dem sie auftreffen, muß stimmen, passend zur Geschwindigkeit und Drehbewegung des flachen Steins, der hervorgehoben seine Sprünge tut, um schließlich zu versinken. Wasser, Stein und Werfer. Eine ernste Sache. Ich hörte von einem, der die Schneckenhäuser lebender Schnecken bemalte und sie fortschmiß, so weit hinaus wie er konnte. Er trug in eine Liste, welche Farbe er welchen Tages fortgeworfen hatte, und freute sich, staunte, wenn sie wieder auftauchten, Tage später, um sich an seinem Gartensalat oder Sonstwas zu vergreifen. Ihn interessierte, wer schneller war: die Gelben, die Blauen oder die Roten. Er war Sparkassenleiter in der schwäbischen Provinz, doch eigentlich war er Schneckenforscher. Das hatte indirekt mit seinem Geldberuf zu tun. Jeder versteht das, man möchte leise grinsen. Markieren, dividieren und notgedrungen visitieren – offenbar eine Leidenschaft. Nicht bekannt ist mir, ob man ihn eines Tages in die Wildbahn seiner erahnten Freiheit pfefferte, einzig um zu schauen, ob er einen Weg finden werde zurück an den Kochtopf, die Pfanne, das letzte Gehalt, so verdient wie sonst nichts auf der Welt. Schnecken sind vulgär und schmarotzen. Er war Filialleiter und verwaltete das Geld anderer Leute. Er schmiß mit Schnecken um sich, deren Haus er zuvor bemalt hatte. Ich bitte um Gnade für alle und jeden, seitdem ich diese Geschichte gehört habe.
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