Träume tief und dunkel, raumfern und verzaubert, als sei es woanders noch viel schöner. Die Rückkehr ins Wirkliche wie nach schwerer Betäubung. Erst langsam finden Sinne und Sinn zusammen. Die eigene Raumzeit stellt sich neu ein, das Bewußtsein wird rejustiert. Hier und jetzt. Wahrnehmungs- und Handlungseinheit Mensch postiert sich auf dem Teppich und ruft seinen Namen auf. Heute ist Freitag, der 18. September 2015, Berlin-Neukölln. Drüben war es bunt und warmtönig. Seltsame Bekanntschaft mit einem Tuchhändler, der mich aufforderte, seine Tochter zu heiraten und in sein lukratives Geschäft einzusteigen. Er zeigte mir ihr Bild und versprach sich von der Wirkung der Photographie einiges. Tatsächlich war sie schön, doch mußte ich weiter, hatte eine Verabredung hinter den Bergen. Dort gab es einen See, an dem stand ein einzelnes Haus. In dem sollte ich erfahren, wie es mit mir weiterginge. Vielleicht wäre ich gern geblieben und Tuchhändler geworden. Das hätte vieles einfacher gemacht. Ich mußte jedoch gehorchen, die Rufe aus der Ferne waren Befehle, die anzufechten mir nicht zustand. Zum Abschied verneigten wir uns höflich. Er steckte die Photographie ein, ich lief in die Sonne.
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