Unsere Körper werden vorgepreßt. In soziale Situationen hineingedrückt, die nichts von dem enthalten, was Körper-Seele-Geist je werden gemeinsam tragen können. Wir sind Abspaltungen einer ursprünglichen Einheit unserer selbst. Wiedergänger einer gescheiterten, unwiederbringlichen Idee von Schönheit und Wahrhaftigkeit. Als Schatten bemühen wir uns redlich, einen Abglanz des Lichtes zu geben, das wir sind oder waren. Die Sinne sind auf schärfste gespannt, um nicht einen einzigen verirrten Funken zu verpassen, der den Krater des Bemerkens quert. Teleskope sind Trichter der Spuren und geben Meldungen des Lichts. Ich halte Ausschau nach Menschen und sehe zuweilen durch das Dunkel, das ich selbst verursachen helfe, Streifen von Licht und auch Wärme. Doch doch, wir leben. Aber der Fleischwolf war grausam. Überall die Preßschmerzen der Schablone. Wir schlugen ins Gefäß wie williges Fleisch, wurden gerührt, gekocht und verspeist. Ausgeschieden leben wir weiter und schlagen uns durch das Gestrüpp der vielen kleinen Fragen. Einer weiß stets Bescheid, den fragen wir nicht. Unwiederbringliche Idee von Schönheit und Wahrhaftigkeit – so steht es dort oben, Zeilen zuvor, wie nach einem Abstieg. Unwiederbringlich soll kein Mensch sagen. Wozu? Die Bilder sind Bilder, dahinter aber das Unerreichbare, schweigend. Denjenigen, der Bescheid weiß, den frage ich nicht.
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